Das dritte Buch des Eifelpoeten Michael Kaschenbach wird derzeit in der breiten Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Auf sein Erstlingswerk Sparkassenschlager die keiner mitsingen will, folgte mit seinem sozialkritischem Werk, Investorenjagd auf der Rollbahn, der schriftstellerische Durchbruch für den investigativen Menschenfreund aus der Eifel.
Durch die beiden Erfolgsromane beflügelt, machte sich Kaschenbach, der über mittelmäßig kriminelle Phantasie und politische Grundkenntnisse verfügt, an den Politkrimi Eifelsumpf. Leider überkam den hyperaktiven Schreibtischbesetzer während des Schreibens an seinem Manuskript eine Denkblockade. Das lag wohl an einer Unterversorgung seines unruhigen Geistes mit roten Blutkörperchen. Auf der Höhe seines Schaffens, umgeben von Macht, Geld und Gier, fehlten ihm nur noch einige Namen zur Niederschrift auf seinen leeren Papier. Kaschenbach wollte und konnte sich keinen Aussetzer leisten. Und doch setzte er einen Aussetzer ein, um auf das politischorientierte Literatur Informationssystem, kurz polis, Zugriff zu erhalten. Durch seine Co-Autorin ließ sich Kaschenbach aus einer nichtöffentlichen Datenbank den Stoff besorgen aus denen abgegriffene Bücher sind. Das seine Co-Autorin als Vorzimmerdame des Betreibers dieser Datenbank arbeitete, kam dem pfiffigen Kaschenbach dabei sehr entgegen. Er sorgte für den nötigen Druck. Durch die Gedankenlosigkeit der Co-Autorin wurde aus diesem Druck, Papier. Mediziner beschreiben diese Gedankenlosigkeit in der Fachliteratur als Landauer-Kaulauer-Syndrom, diesem Befund folgend war es nur allzu verständlich das die Co-Autorin durch ihren Hausarzt auf unbestimmte Zeit krank geschrieben wurde. Kaschenbach mußte sein Werk nun alleine vollenden. Zurück zum Papierdruck. Dieser Papier Druck sorgte für freudige Erregung, bei Kaschenbach Verehren und Kritikern . Kaschenbach erhielt sehr kurzfristig eine Einladung in den literarischen Landtag, um einige Fragmente aus seinem Buch Eifelsumpf einen erlesenen Publikum vorzustellen. Durch ein literarisches Strohfeuer gelang es Kaschenbach einen belletristischen Flächenbrand herauf zu beschwören. Die Geschichte mit den Leichen im Keller der Nürburg, und den vielen Millionen Euros die dort verbrannt worden sind, begeisterte die Masse selektiver Wahrnehmer. Sogar die roten Brüder aus dem genossenschaftlichen Reservat in Rheinland Pfalz, brachen in Jubelstürme aus und zeleprierten in Anlehung an den Eifelsumpf einen schmutzigen Kriegstanz.
Eine tolle Erfolgsstory ruft nur allzugerne irgendwelche Trittbrettfahrer auf den Plan. Leider oftmals erfolglos. Wie sich dumme Geschichten wiederholen mußten wir dieser Tage schmerzhaft erfahren am Beispiel des Landtagsabgeordneten Michael Billen. Aber hierzu haben in den diversen Artikeln des TVs schon genug hochqualifizierte Kenner der Szene einen Kommentar abgegeben: Ich schenk mir das: Ein signierstes Buch von Kaschenbach!
Ups, noch ein Trittbrettfahrer
? Dincher gibts, die gibt es nicht !
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